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Accueil arrow Presse arrow Articles de presse arrow Die Südostschweiz / 19.08.2006
Die Südostschweiz / 19.08.2006

Die Weichen sind neu gestellt:
Stellwerk Uznaeh ist verkauft

Die neue Trägerschaft steht fest: Das denkmalgeschützte Stellwerk Uznach ist am Donnerstag offiziell an einen Käufer aus der Westschweiz worden. Dieser will mit einem Verein aus dem Stellwerk ein Museum machen.

Von Florian Rittmeyer

Uznach. — Die Züge kommen im Halbstunden-Takt, bleiben kurz stehen und fahren wieder ab. Am Bahnhof Uznach herrscht in den Morgenstunden eifriges Treiben. Leute kommen, Leute gehen. Ganz verlassen und ohne beachtet zu werden, steht vis-ä-vis des Perrons das alte Stellwerk. Seit rund zwei Jahren ist es ausser Dienst. Seine Aufgabe hat inzwischen ein modernes und zeitgemässes Steliwerk im Bahnhofsgebäude übernommen. Doch die historische Stellwerk Anlage und das dazugehörige Häuschen gerieten nie in Vergessenheit. Mehrere potenzielle Käufer bekundeten im Laufe der Jahre ihr Interesse.

Die Verhandlungen zwischen den SBB und den Interessenten glichen einer langen und mühsamen Zugfahrt mit mehreren Zwischenhalten. Am Donnerstag hat die Zukunft des Stellwerks nun definitiv eine neue Richtung eingeschlagen. Das Objekt wurde auf dem Grundbuchamt Uznach offiziell auf den neuen Eigentümer Es ist Enrico Pallini aus La Chaux-de-Fonds. Pallini kaufte das Objekt im Namen der Vereinigung «Swisstrain» mit Hauptsitz in Le Locle, Kanton Neuenburg.

Der Offentlichkeit zugängig

Die Vereinigung «Swisstrain», ein Zusammenschluss von passionierten Eisenbahnliebhabern, hat sich zum Ziel gesetzt, das stillgelegte Stellwerk im Originalzustand zu erhalten und der Offentlichkeit zugänglich zu machen.  «Swisstrain» hat bereits andere Stellwerke in der Schweiz, wie dasjenige in Laufen, und befindet sich im Besitz von alten Lokomotiven sowie einer umfangreichen Sammlung von historischem Eisenbahnmaterial.

Die Nutzung des Stellwerk Uznachs tendiert in Richtung Museum. Nächstes Jahr soll einTag der offenen Tür stattfinden, an dem sich Interessierte ein Bild des kulturhistorischen Guts machen können. Ebenfalls will der Verein zu diesem Anlass eine Extrafahrt von der Westschweiz nach Uznach machen. Danach soll die Anlage für Führungen und angemeldete Besucher zur Verfügung stehen. Diese Idee stiess bei den SBB auf ein offenes Ohr. «Das Projekt klingt sehr interessant», sagtToni Möckli von der SBB-Abteilung Iminobilienrechte. Verkauft hat die SBB  llerdings nur einen Teil des Bodens zwischen den Geleisen und der Escherstrasse —gemäss Möckli zu einem «Symbolpreis».Weil das Stellwerk unter Denkmalschutz steht und darum keine baulichen Anderungen möglich sind, sei es für die SBB wertlos. Der Rest des Grundstücks bleibt im Besitz der SBB. Diese will das Grundstück eventuell später für Park-and-Rail-Parkplätze benutzen.

Letzter Zug noch nicht abgefahren Die Idee eines Museums ist nicht neu.

Bereits vor drei Jahren brachte der Eisenbahnliebhaber

Thomas Frisch

 

 
 
 
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